Forsthaus Raschwitz Markkleeberg

Forsthaus Raschwitz in Markkleeberg


Das sogenannte Forsthaus Raschwitz im gleichnamigen Markkleeberger Ortsteil gleich um die Ecke Leipzigs hat eine lange Geschichte hinter sich. Auch die Leipzig-Nights möchten euch diese nicht verheimlichen und in diesem Post erzählen.

Geschichte dieses Forsthauses in Raschwitz

Schon ab 1779 richtete der Rat der Stadt Leipzig eine Ausflugsgaststätte im damaligen Rittergut, welche wohl sehr exklusiven Ursprunges war, ein. Sogar Johann Wolfgang von Goethe besuche die Lokalität im Jahr 1800.

Dieses wurde allerdings, nachdem Erich Walter Kees das Gelände erwarb, mit dem restlichen Gebäudebestand abgerissen.

Da die Leipziger Gesellschaft sehr gern Ausflüge in das nahegelegene Raschwitz machten, wurde einige Zeit später das gliechnamige Forsthaus im Jahr 1898 nach Plänen des Gastwirts Roderich Gempe am Waldrand der Gautzscher Spitze im Jagdhausstil errichtet. Anbei erhielt er gleich noch die Schankrechte aus dem einstigen Rittergut, welche auf das Forsthaus über gingen.

Auch die reizvolle Umgebung mit dem idyllischen Auwaldgleich nebenan, durch den die Besucher in das Gasthaus liefen, beschleunigte die Bekanntheit dessen. Auch mit Kutschen wurde über die auch damalige Koburger Strasse zum Forsthaus gefahren. Da gerade diese als Hauptstrasse zwischen den Städten Leipzig sowie Nürnberg galt, kamen in den Zeiten der Messe auch sehr viele Besucher von ausserhalb, welche den guten Ruf der Gaststätte noch weit über die Grenzen hinaus trugen.

Auch im angrenzenden prächtigen Tanzsaal, den es heute leider nicht mehr gibt, steppte immer der Bär.  Ausserdem konnte man schon zu damaligen Zeiten wunderbare Speisen und Getränke im Gartenlokal inmitten der Bäume genießen.

Die Tatsache, dass man das Forsthaus ab den Jahren 1901 sowie 1902 auch bequem mit der neu gebauten Strassenbahnstrecke erreichen konnte, sie wurde zu dieser Zeit als „Sternbahn“ bezeichnet, brachte dem Gasthaus eine wahre Besucherflut.

Die Jahre ab 1923, DDR und heute

In 1923 wurde das Grundstück auf Grund der Inflation durch den damaligen Besitzer Paul Orlin verkauft, wobei die Samenhandlung Rosenberg kurz darauf in den Räumen beheimatet war.  Erst 1926 wurde das Forsthaus an die Engelhardtsche Brauerei in Berlin veräussert.

Schon ein Jahr später öffnete der neue Besitzer Paul Wuttke, welcher der Inhaber der Firma „Konditorei und Kaffee“ war, das Forsthaus erneut. Diesem wurde durch die Straßenbahn eine Hypothek gewährt, sodass die Gäste ab Mai 1927 das Gasthaus wieder besuchen konnten.

Über die nachfolgende Zeit ab 1948 bis zur politischen Wende konnten leider keine Dokumentationen bezüglich der Geschichte gefunden werden. Überliefert ist nur, dass das Gebäude auch zu Zeiten der DDR für Familien- und Brigadefeiern genutzt wurde.

1990 wurde es still im Forsthaus, da es geschlossen wurde.

 

Quelle. https://forsthaus-raschwitz.de/historisches/

 

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